Dienstag, 18. September 2012

Mein Body, die Baustelle.

Hier wird gebaut. Schon immer. Schade.
Denn irgendwann ist auch mal gut. 
»Also ich hätte gerne eine bessere Haltung, hier diese Winkearme müssen weg, der Hüftspeck und da – sieht man ja ganz deutlich – diese Reiterhosen, die auch bitte weg. Geht das in drei Wochen? Da flieg ich nämlich in Urlaub.«
Äh. Ja. Und da ist die Tür. Würd ich manchmal wirklich gerne sagen, wenn Leute davon ausgehen, ein Trainer ist eine Art moderner Zauberer oder Schönheitschirurg nur ohne Messer.
Wir alle haben diese Körper und die meisten Menschen, in meinem Freundeskreis fühlen sich ganz wohl darin, auch wenn sie ihn alles andere als perfekt finden – und perfekt muss er ja auch gar nicht sein. Perfekt ist nämlich wie Batman: eine schöne Vorstellung, nur nicht real. In einer forsa-Umfrage für die Gala kam heraus, dass sich 86% der Deutschen im eigenen Körper eigentlich wohlfühlen. Und genauso sollte es doch sein – ist das nicht der Fall und Ihr leidet, dann ja bitte, tut etwas, damit sich das ändert. Und wenn ich Euch (mit meinem ebenso nicht perfekten Körper) ein bisschen dabei unterstützen und motivieren kann, ist mir das ein Fest. Mit ein paar Tricks und etwas Fachwissen, mit mal lauten und leisen Durchhalteparolen, lustigen Übungen und dem Glauben daran, dass, wenn man was tut, sich auch was ändert. Denn man kann den Körper tunen, fit und in Ehren halten. Ihm was Gutes tun. Ihn formen wie ein Knetmännchen kann man aber nicht. Das wär ZU einfach. Und Ihr kennt ja den Spruch: »Love it, change it or leave it.« – das gilt auch für unseren Körper.

Und wie sieht’s jetzt aus – seid Ihr zufrieden mit Eurem Body? Ja? Sehr schön, macht weiter so, Ihr seid entlassen! 

Okay – Ihr anderen seid also unzufrieden? Dann …

1. Findet raus, was da schief läuft. Zu viel Stress? Zu viel unkontrolliertes Essen? Zu wenig Schlaf? Zu wenig Bewegung? 

2. Wer sich mit 1 schwer tut, fährt gut damit, ein Ernährungs- und Bewegungstagebuch zu führen. Manchmal fällt einem einfach gar nicht auf wie viel man isst, wie wenig man sich bewegt, wie viel Stress man gerade hat und wie eins das andere bedingt. 

3. Erstellt einen Plan, um das, was aus dem Ruder gelaufen ist, zu ändern. Was könnt Ihr tun? 

4. Fachlektüre, Zeitschriften, Internetforen über Stressbewältigung, Ernährungsgrundlagen, Fitnessprogramme … Lesen hilft zum Beispiel. Reden und zuhören auch. Teilt Euch Freunden, Bekannten und Verwandten mit – irgendeiner hat immer einen Tipp parat, der Euch weiterbringt, hört zu, nehmt ihn an. 

5. Ihr leidet wie Sau und kommt alleine nicht weiter? Holt Euch professionelle Hilfe vom Personal Trainer, vom Ernährungsberater, vom Arzt oder Therapeuten. Heutzutage völlig normal.

6. Und: Habt Geduld und seid nett zu Euch – auch wenn’s nicht auf Anhieb klappt.

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