Mittwoch, 3. Oktober 2018

Kopf und Körper.


Der Handstand ist für mich zum Synonym für all das geworden, was ich gerne erreichen will, mir aber eigentlich völlig unmöglich erscheint. Zum Synonym für alles, was außerhalb meiner Komfortzone liegt. Der Weg zum Handstand bringt mich immer wieder zu einem Thema, das ich ungemein spannend finde: Die Korrelation zwischen körperlichen Übungen und das, was dabei im Kopf passiert. Als ich das mit dem Handstand mal für wenigen Sekunden hinbekam, drehte ich völlig durch vor Freude – für mich gibt es da also keinerlei Zweifel: Es passiert was in unserem Kopf – vor, während und nach dem Aktivsein. 

Wenn ich an den Kuchen denke, der nach dem Lauf auf mich wartet, laufe ich entspannter, als wenn ich an die Arbeit denke … 🍰

Während einer unserer langen Läufe bemerkte mein Freund Olli mal: »Sobald ich an irgendetwas denke, was ich anstrengend finde, fällt mir auch das Laufen viel schwerer …« Ich fand das ziemlich interessant und beobachtete das. Und tatsächlich: Oft ergeht es auch mir auch so.
Was wir ja wohl alle kennen, der innere Kampf, wenn es darum geht, sich nach anstrengenden Tagen oder in anstrengenden Zeiten allgemein zum Training aufzuraffen. Meine größte und zuverlässigste Motivation ist dann in der Regel das Wissen darum, dass es ich mich nach, oft auch schon während des Sports wieder viel besser und lebendiger fühle – egal, wie wenig Schlaf oder wie viel Arbeit ich hatte. All die kräftezehrenden Dinge kann ich mit Sport viel besser verarbeiten oder bekomme während der Aktivität einen anderen Blick auf das, was mich gerade beschäftigt. Viel Negatives löst sich dann in Wohlgefallen auf – oder erscheint mir anschließend nur noch halb so wild.  


In den nächsten Posts möchte ich darum gerne diesen und ähnlichen Fragen nachgehen:
  • Kann sportliches Training eine Art Katharsis auslösen? Mehr noch: neue Impulse geben?
  • Was passiert im Kopf beim Marathon-/Ultralauf? Werden dabei physische und mentale Grenzen verschoben?
  • Stärkt Sport das Selbstbewusstsein?
  • Was macht Aktivität in der Natur so bedeutend?
  • Was hat Sport mit sozialer Kompetenz zu tun – und mit Integration?
  • Wie ist es, im Sport zu scheitern (mit der eigenen Mannschaft zu verlieren, die angepeilte Zeit, Platzierung nicht zu erreichen, sich zu verletzen?)
  • Wie ist es, im Sport etwas zu erreichen?

Wie ist das bei Euch? 🙋
Mich interessiert, welche Erfahrungen Ihr macht oder gemacht habt: Was passiert bei Euch, wenn Ihr Yoga macht, Fahrrad fahrt oder Bahnen im Wasser zieht? Was passiert bei Euch, wenn Ihr mit Eurem Team gewinnt – oder verliert? Was passiert, wenn Ihr morgens aufsteht und lauft? Was geht in Euch vor, wenn Ihr einen Zumba- oder Jumpingkurs besucht? Sind es immer gute Dinge, die im Kopf so vorgehen, während Ihr Sport treibt – oder sind es auch weniger gute?

Ich freu mich über einen Austausch mit Euch und auf gegenseitige Bereicherung zu dem Thema »Was passiert im Kopf, wenn wir Sport treiben?«. Vielleicht gewinnen wir daraus sogar Erkenntnisse für unser Training oder eine neue Einstellung dazu.

Habt Ihr vielleicht ähnliche Fragen, die Euch beschäftigen? Habt Ihr Ideen zu dem Thema? Ich würd sie gerne kennenlernen 😌 #KopfundKörper

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Mir geht es oft ähnlich. Wenn ich nach meinem Sonntagstraining noch was schönes vorhabe, schaffe ich immer locker zwei Wiederholungen mehr. Wenn ich schon an die anstrengende Woche denke, kämpfe ich schon mit dem Standard von vor zwei Monaten.

Nils

KÖRPERGOLD hat gesagt…

Hi Nils, danke für Dein Statement zu diesem Thema. Ich kenn das :)